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Historische
Hinweise
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Die Geschichte von Lacco Ameno verschmilzt sich mit den Anfängen
der Zivilisation auf der Insel und im Suditalien: Jahrhunderte
lang war die griechische Zitadelle auf dem Monte Vico die
einzige bewohnte Ortschaft der Insel und Leuchte der
griechischen Kultur im Tyrrhenischen Meer.
Es ist festgestellt worden, dass das alte Städtchen Pitecussai -
gegründet im 8. Jahrhuntert v. C. von den Griechen der Insel
Euböa - auf dem Monte Vico gelegen war |
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und sich über den heutigen Santa Restituta-Platz erstreckte. In
Lacco Ameno ist das berühmte Nestors Becher (730 v. C.)
aufgefunden worden, der drei Liebesverse von außerordentlicher
Schönheit in chalkidischem Alphabet eingraviert trägt. |
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Aus dem Nestors Becher lohnte es sich zu trinken,
aber wer aus meinem schlürft wird sofort vom Verlangen
nach der blonden Aphrodite gefangen sein.
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Das Leben in
Pitecussai war sehr einfach: Die Männer widmeten sich den
Feldern und der Jagd, viele waren Fischer, andere verarbeiteten
den Ton; die Frauen verbrachten den Tag zu Hause und
beschäftigten sich mit dem Spinnen und der Kindererziehung.
Es wurden die Götter Griechenlands verehrt und vor allem
Posidone (Neptun), den Meeresgott, und Apoll, dem die
Nitrodiquelle in Buonopane geweiht war. Bedeutend war die
Verehrung des Liebesgottes Eros.
Das Städtchen wurde im Jahre 82 v. C. von Silla vollkommen
zerstört, weil es seinen Feind Mario unterstützt hatte. Seit
damals gingen die Spuren des Namens der Stadt Pitecussai
verloren. |
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Die historischen
Zeugnisse zeigen uns, dass in Lacco sehr früh eine
Christengemeinschaft entstand, die als Gebetstätte eine römische
Riesenzisterne erwählte. Das Städtchen, wie allerdings auch die
ganze Insel, machte im Mittelalter eine Untergangszeit durch,
die sich im 15. Jahrhundert mit der Ankunft der Aragonier
unterbrach; im Laufe der Jahrhunderte folgten die
Sarazeneneinfälle- und Zerstörungen. Traurig berühmt ist die
Landung der Türken im Jahre 1635: Sie entweihten sogar die
Statue der heiligen |
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Restituta und stahlen
die Glocken der Basilika.
Der Name Lacco, der Meinung vieler Forscher nach, stammt aus dem
griechischen "lakkos", Stein.
Am 18. November
1862 bat das Gemeinderat, präsidiert vom Bürgermeister Carmine
Mennella, den König Vittorio Emanuele II um die Zugabe dem Namen
Lacco des Adjektivs "Ameno" (lieblich). Die Bewilligung wurde
mit der Ministerialverordnung vom 4. Januar 1963 gewährt.
Lacco Ameno, Amphitheater, der sich aufs Meer öffnet, kann sich
mit Recht rühmen, das Schwungrad gewesen zu sein, das die ganze
Insel turistisch lanciert und aufgewertet hat. Seine sind die
Thermalwässer mit dem höchsten Radioaktivitätsgrad, in den
sogennanten Quellen der heiligen Restituta, Schutzheilige des
Städtchens und der ganzen Insel, deren Leib, der Tradition nach,
dank eines Wunders vom fernen Afrika ankam, indem es auf einem
gebrechlichen Bootchen in der Bucht von San Montano landete.
Jedes Jahr am 16., 17., und 18. Mai finden in Erinnerung an
dieses Wunderereignis große Feierlichkeiten statt. |
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